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BUND: Neues Heizungsgesetz belastet Klima und Verbraucher

BUND: Neues Heizungsgesetz belastet Klima und Verbraucher

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) übt scharfe Kritik an den gestern vorgestellten Eckpunkten des Gebäudemodernisierungsgesetzes. Die geplante Abschaffung der bisherigen Vorschriften zugunsten einer verpflichtenden Beimischung angeblich klimaneutraler Brennstoffe wird als unzumutbare Begünstigung der Gasindustrie und als schwerer Rückschlag für die Klimapolitik bewertet. Die neuen Regelungen ermöglichen den Weiterbetrieb fossiler Heizsysteme – mit erheblichen finanziellen Belastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher. Besonders betroffen sind Mieterhaushalte, die mit stark steigenden Heizkosten rechnen müssen. Die Erreichung der Klimaziele im Gebäudebereich gerät dadurch in weite Ferne.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, betont, dass die geplante Gesetzesänderung einem klimapolitischen Rückschritt gleichkommt. Die Bundesregierung gebe damit den Forderungen der Gaslobby nach und setze auf eine teure Lösung, die vor allem einkommensschwache Haushalte und Mieterinnen und Mieter belasten werde. Die Beimischungspflicht für Biomethan, Wasserstoff und andere alternative Brennstoffe sei ein unzureichender Kompromiss, der die Heizkosten weiter in die Höhe treibe und die Klimaziele gefährde.

Klimaschutz wird vernachlässigt Die Bundesregierung erfülle mit den neuen Eckpunkten vorrangig die Interessen der Gaswirtschaft, die sich für eine Grüngasquote eingesetzt habe. Statt den bestehenden gesetzlichen Rahmen zu stärken und das Klimaschutzprogramm mit wirksamen Maßnahmen auszubauen, werde der Einbau klimaschädlicher Öl- und Gasheizungen weiterhin ermöglicht. Bandt warnt, dass diese Brennstoffe im Vergleich zu erneuerbaren Heiztechnologien wie Wärmepumpen ineffizient, kostspielig und nicht in ausreichendem Umfang verfügbar seien.

BUND-Umfrage: Angst vor explodierenden Heizkosten Eine aktuelle repräsentative Umfrage des BUND zeigt, dass 69 Prozent der Bevölkerung in Deutschland bereits jetzt steigende Heizkosten fürchten. Im Osten des Landes liegt die Sorge bei 79 Prozent, im Westen bei 66 Prozent. Durch die Aufhebung der bisherigen Regelungen zum Heizungstausch könnten sich diese Befürchtungen verschärfen. Haushalte, die weiterhin auf Gas oder Öl setzen, müssten mit hohen Brennstoffpreisen sowie steigenden Netzentgelten und CO₂-Kosten rechnen.

Bandt weist darauf hin, dass insbesondere Mieterinnen und Mieter, die keine Kontrolle über ihre Heizungsanlage haben, künftig ungeschützt den Preisschwankungen ausgesetzt seien. Auch Eigentümerinnen und Eigentümer stünden vor finanziellen Unsicherheiten, da die Bundesregierung keine klaren Aussagen zur zukünftigen Förderung treffe. Ohne gezielte Unterstützung werde der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme für einkommensschwache Haushalte kaum realisierbar sein.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)/Veröffentlicht am 25.02.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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