Drei Heizungs-Checks vor der Heizsaison
Der Sommer geht zu Ende, die Temperaturen sinken morgens und abends spürbar. Damit rückt auch die Heizsaison näher. Wer seine Heizung rechtzeitig überprüft, kann dafür sorgen, dass die Anlage im Winter zuverlässig arbeitet und möglichst effizient heizt.
Markus Lau, Technikexperte beim Flüssiggas Verband, empfiehlt, das Heizsystem vor der kalten Jahreszeit zu kontrollieren und richtig einzustellen. Drei einfache Checks können helfen, Energie zu sparen und Heizkosten zu senken.
Heizkörper entlüften und Wasserdruck kontrollieren
Vor dem Start der Heizsaison sollten zunächst die Heizkörper entlüftet werden. Luft im Heizkörper kann die Wärmeverteilung stören, weil Luft Wärme schlechter leitet als Wasser. Gut entlüftete Heizkörper werden gleichmäßiger warm und arbeiten effizienter.
Beim Entlüften sollte die Heizungsanlage ausgeschaltet sein. Auch die Umwälzpumpe wird vorher abgestellt. Sinnvoll ist es, mit dem Heizkörper zu beginnen, der der Heizungsanlage am nächsten liegt. Benötigt werden ein Entlüftungsschlüssel, ein Lappen und ein Gefäß zum Auffangen von Wasser.
Das Entlüftungsventil wird langsam gegen den Uhrzeigersinn geöffnet. Wenn ein Zischen zu hören ist, entweicht Luft. Sobald gleichmäßig Wasser austritt, wird das Ventil wieder geschlossen. Danach sollte geprüft werden, ob es dicht ist. Anschließend werden die weiteren Heizkörper entlüftet.
Wichtig ist außerdem der Wasserdruck der Heizungsanlage. Er sollte vor dem Einschalten der Heizung und nach dem Entlüften kontrolliert werden. Ist der Druck zu niedrig, kann die Heizleistung leiden. Heizkörper werden dann möglicherweise nicht richtig warm.
Der Wasserdruck lässt sich am Manometer ablesen. Bei vielen Anlagen zeigt ein grüner Bereich an, ob der Druck stimmt. Liegt der Wert darunter, muss gegebenenfalls Wasser nachgefüllt werden.
Hydraulischer Abgleich kann Energie sparen
Wenn ein Raum trotz passender Thermostateinstellung nicht warm genug wird, liegt die Ursache nicht immer am Thermostat. Es kann auch sein, dass der betreffende Heizkörper zu wenig Heizwasser erhält.
Hier setzt der hydraulische Abgleich an. Dabei werden die Komponenten des Heizsystems so eingestellt, dass jeder Heizkörper genau die Menge Heizwasser bekommt, die er für die gewünschte Raumtemperatur benötigt.
Das sorgt für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung und kann unnötigen Energieverbrauch vermeiden. Der hydraulische Abgleich sollte von einer Fachkraft für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik durchgeführt werden.
Thermostate und Heizprofile prüfen
Auch die Heizkörper-Thermostate sollten vor dem Herbst überprüft werden. Das gilt besonders für digitale Modelle. Wenn sich Arbeitszeiten, Freizeitaktivitäten oder Tagesabläufe seit dem vergangenen Winter verändert haben, passt das gespeicherte Heizprofil möglicherweise nicht mehr.
Digitale Thermostate sparen vor allem dann Energie, wenn die programmierten Heizzeiten zum tatsächlichen Alltag passen. So kann die Raumtemperatur während der Abwesenheit automatisch abgesenkt und rechtzeitig vor der Rückkehr wieder erhöht werden.
Vor dem Start der Heizsaison lohnt sich deshalb ein Blick auf Heizprofile, Einstellungen und Batteriestand.
Auch klassische manuelle Thermostate sollten kontrolliert werden. Sind sie älter als etwa 15 Jahre oder regeln nicht mehr zuverlässig, kann ein Austausch sinnvoll sein.
Vorbereitung zahlt sich im Winter aus
Wer Heizkörper entlüftet, den Wasserdruck prüft, die Thermostate kontrolliert und bei Bedarf einen hydraulischen Abgleich durchführen lässt, bereitet die Heizung gezielt auf die kalte Jahreszeit vor.
So steigt die Chance, dass die Anlage im Winter zuverlässig wärmt, die Räume gleichmäßiger temperiert werden und weniger Energie verloren geht.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Deutscher Verband Flüssiggas e.V./Veröffentlicht am 10.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.