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DUH kritisiert DVGW-Tool zur Methan-Berichterstattung

DUH kritisiert DVGW-Tool zur Methan-Berichterstattung

Die Deutsche Umwelthilfe hat mehr als 700 Betreiber von Gasnetzen in einem offenen Brief darauf hingewiesen, dass das vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches bereitgestellte Tool „GaWaS“ in seiner derzeitigen Form nicht ausreicht, um die Anforderungen der EU-Methanverordnung zu erfüllen. Grundlage dieser Einschätzung ist eine Auswertung von Methanberichten durch die DUH. Dabei war nach Angaben der Organisation aufgefallen, dass Unternehmen, die das DVGW-Tool genutzt hatten, fehlerhafte Angaben machten und vielfach keine eigenen Messungen durchführten.

Nach Auffassung des Umweltbundesamtes sind eigene Messungen notwendig. Die Behörde teilt laut DUH die rechtliche Einschätzung, dass unzureichende Berichte als Ordnungswidrigkeit gewertet werden können und künftig mit Bußgeldern belegt werden sollen. Die Umwelthilfe verlangt deshalb nicht nur eine Überarbeitung des Tools, sondern auch eine grundsätzliche Prüfung von Leitfäden und Merkblättern des DVGW auf ihre Vereinbarkeit mit der EU-Methanverordnung.

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner erklärte, dass die Nutzung voreingestellter Standardwerte anstelle eigener Messungen in der vorgeschriebenen Methan-Berichterstattung rechtswidrig sei. Aus seiner Sicht führe der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches mit dem angebotenen Tool seine eigenen Mitglieder in die Irre und werde seiner Rolle als politisch neutrale technische Beratungsstelle nicht gerecht. Deshalb müsse das Berichtsformular dringend angepasst und die Mitgliedsunternehmen über ihre neuen Pflichten informiert werden, damit klimaschädliche Methanemissionen nicht weiter kleingerechnet und vermeidbare Gasverluste reduziert würden.

Die DUH hatte DVGW-Präsident Gerald Linke schriftlich dazu aufgefordert, das Tool zu überarbeiten und die Mitgliedsunternehmen transparent über die rechtlichen Vorgaben zu informieren. In seiner Antwort vom 9. Juni 2026 räumte der DVGW nach Angaben der DUH grundsätzlich ein, dass eigene Messungen erforderlich seien, und stellte eine Überarbeitung des Tools in Aussicht. Die Umwelthilfe fordert nun, diese Nachbesserung ohne Verzögerung umzusetzen, damit sie noch für das bereits laufende Berichtsjahr genutzt werden kann.

Dabei weist die DUH darauf hin, dass nicht nur die seit 2025 vorgeschriebenen eigenen Messungen korrekt abgebildet werden müssen. Auch die für 2026 zusätzlich notwendigen Standortmessungen, die zum Abgleich mit Komponentenmessungen dienen, müssten im System erfasst werden können.

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH, kritisierte, dass der DVGW sich bislang offenbar stärker gegen die EU-Methanverordnung positioniert habe, als seine Mitglieder bei der Umsetzung der neuen Vorgaben technisch und wissenschaftlich zu unterstützen. Aus seiner Sicht reicht eine bloße Anpassung des Tools nicht aus. Vielmehr müsse das gesamte Regelwerk des Verbandes daraufhin überprüft werden, ob es rechtskonform ist und mit den Anforderungen der Methanverordnung übereinstimmt. Die Unternehmen der Branche dürften nicht dem Risiko ausgesetzt werden, gegen gesetzliche Vorgaben mit Bußgeldfolgen zu verstoßen.

Hintergrund der Kritik ist die EU-Methanverordnung, die Gasinfrastrukturbetreiber schrittweise zu einer präziseren Erfassung und Berichterstattung ihrer Methanemissionen verpflichtet. Die DUH hatte bereits zuvor öffentlich bemängelt, dass zahlreiche Berichte fehlten und viele der eingereichten Unterlagen erhebliche Mängel aufwiesen. Dazu gehörten laut der Organisation insbesondere vollständig fehlende Messungen. Ein großer Teil dieser Berichte sei nach Auswertung der DUH mithilfe des DVGW-Tools erstellt worden, das vom Verband selbst als bundesweit einheitliche Lösung zur Erfüllung der Berichtspflichten beworben worden war.

Seit 2025 genügen die im Tool hinterlegten Standardwerte nach Einschätzung der DUH jedoch nicht mehr. Stattdessen sind Messungen an der eigenen Infrastruktur vorgeschrieben. Für das Jahr 2026 kommen zusätzlich Standortmessungen hinzu, die mit der derzeitigen DVGW-Software nach Angaben der Umwelthilfe bislang ebenfalls nicht erfasst werden können.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Deutsche Umwelthilfe e.V./Veröffentlicht am 15.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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