Fehlendes Wissen beim Energieausweis: Private Vermietende im Informationsdefizit
Eine aktuelle Befragung von Techem zeigt deutliche Wissenslücken rund um den Energieausweis auf. Während Geschäftskunden größtenteils angeben, sich gut informiert zu fühlen (87 %), besteht bei privaten Vermietenden ein hoher Bedarf an Aufklärung – vor allem in Bezug auf rechtliche Grundlagen und Gesetzesänderungen.
Mehr als die Hälfte der befragten privaten Vermietenden äußerte den Wunsch nach detaillierteren Informationen: Wann ein Energieausweis benötigt wird (55 %), wie oft er erneuert werden muss (56 %), welche Unterlagen erforderlich sind (53 %) und welche Folgen gesetzliche Neuerungen haben (52 %). Zudem herrscht häufig Unsicherheit über Kosten, die verschiedenen Ausweisarten sowie die möglichen Sanktionen bei fehlender Ausstellung.
Arten von Energieausweisen und mögliche Konsequenzen
Der Energieausweis liegt in zwei Varianten vor: als Verbrauchsausweis oder als Bedarfsausweis.
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Verbrauchsausweis: basiert auf dem Energieverbrauch der Bewohnenden innerhalb von drei Jahren und lässt sich vergleichsweise unkompliziert erstellen.
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Bedarfsausweis: beruht auf einer umfassenden Analyse von Bausubstanz, Heizungsanlage und weiteren Faktoren. Er gilt als aufwendiger, liefert aber eine objektivere Einschätzung des energetischen Zustands.
Wer die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt, riskiert Bußgelder von bis zu 10.000 Euro – auch dann, wenn die Pflichtverletzung auf Unwissenheit beruht.
Änderungen durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Seit Mai 2021 gelten durch das GEG verschärfte Regeln für Energieausweise. Dazu gehören strengere Anforderungen an die Datenerhebung, konkretisierte Nachweispflichten sowie in bestimmten Fällen eine Pflicht zur Fotodokumentation des Gebäudes. Standardwerte dürfen nur noch eingeschränkt verwendet werden. Ziel dieser Anpassungen war es, die Qualität und Aussagekraft der Dokumente zu erhöhen.
Bedeutung des Energieausweises für die Energiewende
Laut Techem spielt der Energieausweis eine wichtige Rolle für Transparenz beim energetischen Zustand von Immobilien. Er dient nicht nur dazu, Sanierungspotenziale sichtbar zu machen, sondern kann langfristig auch den Immobilienwert steigern und Betriebskosten senken.
Wettbewerb und Anbieterwechsel
Der Markt für Energieausweise ist stark umkämpft. Neben Energiedienstleistern treten auch Energieberatungen, Messdienstleister und Online-Anbieter auf. Hohe Wechselbereitschaft verstärkt den Wettbewerb: 69 % der privaten Vermietenden und sogar 84 % der Geschäftskunden zeigen sich offen für einen Anbieterwechsel.
Techem hebt hervor, dass Vermietende mehr Klarheit und Transparenz benötigen, um ihren Pflichten zuverlässig nachkommen zu können. Dafür stellt das Unternehmen Informations- und Beratungsangebote bereit und ermöglicht beispielsweise die unkomplizierte Erstellung verbrauchsorientierter Energieausweise über ein Online-Portal.
Über die Umfrage
Die Erhebung fand im Mai 2025 online statt. Teilgenommen haben 454 private Vermietende und 79 Geschäftskunden. Im Fokus standen der Wissensstand, der Informationsbedarf sowie das Verhalten beim Anbieterwechsel.
Über Techem
Techem zählt zu den führenden Anbietern für smarte und nachhaltige Gebäude. Das Unternehmen mit Sitz in Deutschland wurde 1952 gegründet und ist heute mit über 4.200 Mitarbeitenden in 18 Ländern vertreten. Mit mehr als 13 Millionen Wohnungen im Service deckt Techem die Bereiche Energiemanagement, Ressourcenschutz, Wohngesundheit und Prozesseffizienz ab. Zum Portfolio gehören u. a. digitale Messtechnologien, Lösungen zur Trinkwasserqualität, Ladeinfrastruktur für Elektromobilität sowie Konzepte für eine regenerative Energieversorgung.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Techem GmbH/ Veröffentlicht am 03.09.2025