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Gasheizungen könnten deutlich teurer werden

Gasheizungen könnten deutlich teurer werden

Neue Gasheizungen sind durch das geänderte Heizungsgesetz wieder leichter möglich. Langfristig können sie für Eigentümerinnen, Eigentümer und Mietende jedoch deutlich teurer werden. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft.

Zwar sind Gasheizungen in der Anschaffung häufig günstiger als andere Heizsysteme. Die laufenden Kosten könnten in den kommenden Jahren aber stark steigen. Ein zentraler Grund ist die Pflicht, fossilem Gas schrittweise klimafreundliche Gase wie Biomethan oder Wasserstoff beizumischen.

Modellrechnung zeigt deutlichen Kostenanstieg

Das IW hat berechnet, welche Kosten bei einer neu eingebauten Gasheizung in einer typischen teilsanierten Altbauwohnung entstehen könnten. Grundlage der Modellrechnung ist eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit einem jährlichen Verbrauch von 10.000 Kilowattstunden.

Im Durchschnittsszenario steigen die jährlichen Kosten demnach von rund 1.080 Euro im Jahr 2026 auf 1.952 Euro im Jahr 2040. Damit würden sie sich nahezu verdoppeln.

Den größten Anteil am Kostenanstieg verursacht laut IW die verpflichtende Beimischung klimafreundlicher Gase. Sie macht mehr als 70 Prozent der zusätzlichen Kosten aus.

Grüngasquote treibt die Kosten

Neue fossile Heizungen müssen künftig einen wachsenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nutzen. Ab 2029 soll der Anteil von Biomethan und anderen klimafreundlichen Gasen bei zehn Prozent liegen. Bis 2040 steigt er auf 60 Prozent.

Da Biomethan und Wasserstoff voraussichtlich knapp bleiben, rechnet das IW mit deutlich höheren Preisen. Für Besitzerinnen und Besitzer von Gasheizungen könnten dadurch im Jahr 2040 Mehrkosten von 643 Euro jährlich entstehen.

Gasnetzentgelte steigen durch weniger Anschlüsse

Ein weiterer Kostenfaktor sind die Gasnetzentgelte. Diese Gebühren fallen zusätzlich zum Gaspreis an.

Wenn künftig mehr Haushalte auf Wärmepumpen oder Fernwärme umsteigen, sinkt die Zahl der Gasanschlüsse. Die Fixkosten des Gasnetzes verteilen sich dann auf weniger Nutzerinnen und Nutzer. Dadurch steigen die Gebühren pro Anschluss.

Das IW beziffert die zusätzlichen Kosten durch höhere Netzentgelte im Jahr 2040 auf 184 Euro jährlich.

CO₂-Preis spielt eine kleinere Rolle

Auch der CO₂-Preis verteuert das Heizen mit Gas. Wer fossiles Gas nutzt, verursacht CO₂-Emissionen und muss dafür einen steigenden Preis zahlen.

Im Vergleich zu Grüngasquote und Netzentgelten fällt dieser Effekt laut IW jedoch geringer aus. Für 2040 werden zusätzliche Kosten von 44 Euro jährlich angesetzt. Der Grund: Durch die steigenden Anteile klimafreundlicher Gase muss der fossile Erdgasanteil schrittweise sinken.

IW warnt vor unterschätzten Folgekosten

Mit dem neuen Heizungsgesetz entfällt die bisherige Vorgabe, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Für Eigentümerinnen und Eigentümer entsteht dadurch mehr Spielraum beim Heizungstausch.

Nach Einschätzung des IW kann diese Freiheit jedoch teuer werden. Die Folgekosten fossiler Heizungen würden häufig unterschätzt. Zudem werde die Verteilung der Kosten zwischen Vermietenden und Mietenden künftig komplexer.

IW-Experte Ralph Henger kritisiert, die Politik stelle das neue Heizungsgesetz als zusätzliche Freiheit ohne Mehrkosten dar. Das sei aus seiner Sicht irreführend. Wer sich für eine neue Gasheizung entscheide, müsse langfristig mit höheren Kosten rechnen – sowohl auf Vermieter- als auch auf Mieterseite.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Institut der Deutschen Wirtschaft/Veröffentlicht am 25.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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