Solar Scout Leipzig: Kostenfreie PV-Beratung für Unternehmen
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig baut ihr Serviceangebot für ansässige Betriebe aus und startet dafür den „Solar Scout“. Damit soll es Unternehmen leichter gemacht werden, eine eigene Photovoltaikanlage umzusetzen und die Energiewende in Leipziger Betrieben weiter voranzubringen. Organisiert wird die Beratung durch das EnergieNetzWerk Mitteldeutschland e. V.; interessierte Unternehmen können sich an die Geschäftsstelle wenden (gs@energienetzwerk.eu).
In vielen Unternehmen ist das Interesse an Photovoltaik groß, zugleich tauchen zu Beginn häufig grundlegende Fragen auf: Ist die Umsetzung technisch möglich? Rechnet sich die Investition? Welche Genehmigungen sind erforderlich? Und welche Förderprogramme kommen überhaupt infrage? Genau an diesem Punkt setzt der Solar Scout an. Das Angebot umfasst eine umfassende, unabhängige und anbieterneutrale Beratung. Unternehmen werden dabei unterstützt, das Potenzial ihrer Dachflächen bestmöglich auszuschöpfen – und der gesamte Weg von der ersten Idee bis zur Investitionsentscheidung wird fachlich begleitet. Für die teilnehmenden Betriebe ist die Beratung kostenfrei.
Eigener Solarstrom bringt handfeste Vorteile: Er reduziert die Abhängigkeit von schwankenden Energiepreisen, kann die Betriebskosten langfristig senken und stärkt damit die Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig verbessert selbst erzeugte Solarenergie die CO₂-Bilanz des Unternehmens – ein Aspekt, der sowohl im Marktumfeld als auch in der Kommunikation gegenüber Kundinnen und Kunden zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Clemens Schülke, Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft, Arbeit und Digitales, verweist auf Ergebnisse der Solar-Booster-Analyse. Er habe deutlich gemacht, dass auf vielen Leipziger Dächern und auch auf Parkplätzen erhebliche, bislang ungenutzte Potenziale liegen. Es handle sich dabei um bereits versiegelte Flächen, die sich zusätzlich für die Stromerzeugung nutzen ließen. Gleichzeitig räumt er ein, dass im Mittelstand das Tagesgeschäft meist Vorrang habe und kaum Zeit bleibe, sich nebenbei tief in Energiethemen einzuarbeiten. Zudem seien auf dem Weg zur eigenen Solaranlage zahlreiche Hürden zu bewältigen, insbesondere bürokratische. Wer jedoch Strom selbst produziere, könne laufende Kosten stabilisieren oder sogar reduzieren – das verschaffe spürbare Vorteile im Wettbewerb. Aus diesem Grund wolle die Stadt gezielt unterstützen.
Ins Leben gerufen wurde das Angebot vom Amt für Wirtschaftsförderung gemeinsam mit dem EnergieNetzWerk Mitteldeutschland e. V. Die Durchführung der Beratung übernimmt die Leipziger e7 UG, ein Zusammenschluss von sieben mittelständischen Unternehmen aus der Energiebranche. Die Gruppe arbeitet interdisziplinär und ist auf Energieeffizienz, Gebäudetechnik sowie nachhaltige Wärmeversorgung spezialisiert. Zu ihren Referenzen zählt unter anderem die Neukonzeption der Energieversorgung am Klinikum St. Georg inklusive Aufbau einer Nahwärmeversorgung.
Das Programm richtet sich ausschließlich an Unternehmen mit Sitz in Leipzig und steht ab sofort zur Verfügung – zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2026.
Anstoß für die neue Leistung war die vom Stadtrat beschlossene Potenzialstudie „Solar-Booster – Mehr Solarenergie für Leipziger Unternehmen“. Auf Basis dieser Untersuchung erhielt die Stadtverwaltung den Auftrag, ein gezieltes Beratungsangebot für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aufzubauen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Leipzig/Veröffentlicht am 10.12.2025